Gute Abkürzung oder böse Abkürzung?

Schneller ist besser! Aber bringt es uns wirklich vorwärts?
Das Abitur nach der zwölften Jahrgangsstufe wurde eingeführt, um den Bildungsweg abzukürzen. Aber lässt sich Bildung wirklich beschleunigen? Kinder und Eltern jedenfalls beklagen massive Einbußen in ihrer Lebensqualität.

Schneller ist nicht gleich besser

Irrgarten, der lange Wege oder Abkürzungen bietet.Auch käme kein Formel 1-Fahrer auf die Idee, Kurven nicht auszufahren. Zwar wäre die Strecke dann kürzer. Er aber müsste langsamer fahren und würde seinen Wagen gefährden. Bergsteiger überlegen sich genau, welchen Weg sie einschlagen und nehmen lieber einen Umweg in Kauf, der die Kräfte schont und sicherer ist. Ein Sternekoch, der Essen in der Mikrowelle erhitzt, nur weil es schneller geht? Undenkbar.

Das Ziel ist entscheidend

Abkürzungen verändern nicht nur die Wegstrecke, sondern vor allem auch Ziele und Prioritäten. Wollen wir so schnell wie möglich auf den Berg, ist die Abkürzung okay. Müssen wir drei Tage durchhalten, ist sie womöglich nicht tragbar. Weil wir unser eigentliches Ziel so nicht erreichen können. Der kürzere Weg ist einfach nur kürzer. Aber nicht immer besser geeignet, um das ursprüngliche Ziel zu erreichen.

Bild: © fotogestoeber – Fotolia.com

Autor: Dr. Torsten Herzberg · Datum: 31. Oktober 2014
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