Sich leichter tun im Unternehmenswachstum – so lösen Sie die Wachstumsbremsen.

Herzbergs Wachstums-ABC: W wie Wachstumsbremsen.

Für Unternehmen ist Wachsen ein ständiger Kampf. Zu wenige Ressourcen, zu viel auf einmal zu tun. Das größte Hindernis sind allerdings die inneren Wachstumsbremsen. Die meisten davon sind unbeantwortete Fragen.


Die größten Hürden in der Organisation von Unternehmenswachstum, gesammelt in meinem Wachstums-ABC – von A wie Autobahntunnel bis Z wie Zellteilung. Den gesamten Überblick finden Sie hier.


 

Wachstumsbremse Nr. 1: Will ich wirklich?

Diese Frage muss jeder Unternehmer für sich selbst beantworten, denn sie prägt die Identität des Unternehmens: Wollen wir vorwärts kommen? Oder geht es uns darum, immer wieder etwas Neues anzupacken? Am klarsten wird die Antwort, wenn die ersten Schwierigkeiten auftauchen, z.B. die Erstverschlimmerung (siehe hier), oder wenn die Neugierde nachlässt (siehe hier). Dann gibt es plötzlich Aufgaben, die man womöglich nicht bewältigen will. Das wiederum kostet auf Dauer viel Energie und bremst das gesamte Vorankommen.

Wachstumsbremse Nr. 2: Was, wenn es funktioniert?

Diese Frage ist ebenso wichtig wie die vorige. Wenn plötzlich die Kunden und Aufträge kommen, dann hängt es wesentlich vom Geschäftsmodell ab, ob Wachstum wehtut oder Spaß macht. Wenn von Beginn an abzusehen ist, dass mehr Aufträge deutlich mehr Arbeit bedeuten, dass die Ressourcen nicht einfach multiplizierbar sind, und dass die relative Marge mit dem Wachstum abnimmt, dann gibt es wahrscheinlich noch mehr ungeliebte Aufgaben zu bewältigen.

Ist Ihr Geschäftsmodell skalierbar? Haben Sie ausreichend Raum, um das Modell weiter zu entwickeln? Oder geht Ihnen bei zu viel Erfolg die Liquiditätspuste aus?

Mann steht mit ausgestreckten Armen in einem zu kleinen Einweckglas, das wie eine Wachstumsbremse wirkt.

Wachstumsbremse Nr.3: Gäbe es nicht doch etwas Besseres?

Na klar! Gerade zu Beginn eines Vorhabens gibt es immer mehr Ideen als umsetzbar wären. Jede Alternative wirkt dabei attraktiver als die Arbeit, die direkt vor uns liegt. Aber immerhin war die erste Idee gut genug, um von Ihnen angepackt zu werden. Also sollten Sie dabei bleiben. Wenn es schief geht, können Sie immer noch nach der neuen Idee greifen.

Wachstumsbremse Nr.4: Es gibt erst noch so viel Anderes zu tun!

Ablenkung. Genau das braucht niemand, der seine Ressourcen fokussieren möchte. Zum einen sind es die administrativen Arbeiten – Zeiterfassung, Reisekosten, Rechnungsstellung – die vom Kern ablenken. Zum anderen hilft es, fokussiert in Sprints zu arbeiten. Das ganze Team, eine Aufgabe, ein sehr kurzer Zeitraum. Entscheidend ist, dass die Engpassressourcen (die Experten, siehe auch hier) in äußerst wenigen Themen gleichzeitig gebunden sind.

Wachstumsbremse Nr. 5: Was ist der zweite, dritte und vierte Schritt?

Natürlich ist es wichtig zu wissen, was in der Zukunft ungefähr zu tun sein wird. Zu weit voraus zu denken hat jedoch selten die Aufgaben im Hier und Jetzt bewältigt. Wenn es also heute keine Informationen über unlösbare Probleme am Horizont gibt, dann ergibt es mehr Sinn, die Aufgabe von heute anzugehen. Schritt 2 und 3 ergeben sich dann meist von selbst. Dafür brauchen wir dann einen Prozess und eine Art Leitstand, an dem die Informationen zusammenlaufen.

Wachstumsbremse Nr. 6: Wohin mit den Ressourcen?

Sobald die Organisation größer werden muss, stellt sich diese Frage. Hier gibt es zwei grundlegende Taktiken. Entweder, man entlastet die Experten zum Beispiel durch Assistenzen, damit sie mehr schaffen können. Oder man multipliziert Experten, indem man sie hochpreisig einkauft oder mittelfristig ausbildet. In beiden Fällen benötigen wir Strukturen, die entweder die Entlastung oder den Know-how Transfer fördern.

Unterstützten Sie mit Ihrer Organisation Ihre Wachstumstaktik? Hinter dieser Frage steckt weit mehr, als man in der Kürze vermuten mag. Es lohnt sich, sie zweimal zu stellen.

Wachstumsbremsen lösen.

Der erste Schritt liegt darin, die Wachstumsbremsen zu erkennen. Weit mehr Aufwand liegt vermutlich darin, sie zu lösen.

 

Bild: © fotografiedk – fotolia


Dr. Torsten Herzberg. Unternehmensentwickler, Vorwärtsbringer, Org-Hacker.
Meine Auftraggeber - sie haben ein tolles Team und starke Ideen. Und sie haben größeres vor. Sie entwickeln neue Strategien, treiben Innovationen voran, ihr Unternehmen wächst. Dabei ist es vor allem die eigene Organisation und ihr Zusammenspiel, das ihnen im Wege steht. Gemeinsam überwinden wir diese Grenzen und heben das Team auf ein neues Leistungsniveau. Wir machen Ziele und Ideen umsetzbar, bereiten die Organisation auf Wachstum vor, und entwickeln notwendiges Know-how. Mit welchen Fragen sie noch zu mir kommen, erfahren Sie hier.


 

Autor: Dr. Torsten Herzberg · Datum: 19. Januar 2016
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