Pflegen Sie Ihre Denkwerkzeuge!

Herzbergs Wachstums-ABC: D wie Denkwerkzeuge.

Welche Werkzeuge sollten wir für das Unternehmenswachstum pflegen? Material und Werkzeug sind wesentliche Bestandteile des Schaffens. Der gute Schreiner kennt sein Holz. Er pflegt den Hobel und die Säge, damit er dem Material und seinem eigenen Anspruch an das Werk gerecht werden kann. Der erfolgreiche Software-Anbieter kennt sein System. Und er pflegt die Werkzeuge, mit denen er es noch besser machen kann.


Die größten Hürden in der Organisation von Unternehmenswachstum, gesammelt in meinem Wachstums-ABC – von A wie Autobahntunnel bis Z wie Zellteilung. Den gesamten Überblick finden Sie hier.


 

Was gute Werkzeuge ausmacht.

Ein Werkzeug gibt der Arbeit Struktur. Es sorgt für wiederholbare Ergebnisse. Dem Meister gibt es Kontrolle, sogar Macht über das Ergebnis seiner Arbeit. Er entwickelt Stolz auf sein Schaffen. Manchmal erwächst auch eine besondere, eine spielerische Beziehung zwischen den Fachmännern und ihren Werkzeugen. Von außen betrachtet wirken sie dann etwas vernarrt in das Neue. Ein Spielzeug hier, ein weiteres Spezialwerkzeug dort. Es wird ausprobiert und angeschafft. Alles mit dem Ziel, besser, leichter, schneller oder mit mehr Freude zu arbeiten.

Was für den Schreiner Hammer und Nägel sind für andere Unternehmen diverse Denkwerkzeuge.

Werkzeuge für das Unternehmenswachstum.

Werkzeuge müssen zur Aufgabe passen, so wie der Hammer zum Nagel.

Und beim wachsenden Unternehmen kommt eine neue Aufgabe hinzu. Es ist die kontinuierliche Veränderung des Unternehmens und seiner Organisation. Diese Aufgabe erfordert ganz andere Werkzeuge, die Denkwerkzeuge. Sie helfen dabei, unserem Denken Struktur zu geben, so dass wir besser Probleme lösen und zielgerichtet handeln können. Das Schöne daran ist: auch zu ihnen lässt sich eine besondere Beziehung entwickeln.

Die endlose Auswahl an Denkwerkzeugen.

Für gute Arbeit zählt vor allem, die richtigen Werkzeuge auszuwählen und ihre Anwendung zu üben. Hier wird uns eine wahre Fülle angeboten. Egal, welches Business-Buch wir aufschlagen: Jeder der Autoren verspricht die beste Methode, um unsere Unternehmen erfolgreicher, größer und besser zu machen. Und die Unternehmenslenker dürfen immer wieder von Neuem entscheiden, welche davon sie einsetzen. Seien es Methoden wie Design Thinking, Lean Innovation und Effectuation, oder Trends wie Industrie 4.0, Crowd und XRM. Die Liste der Schlagworte lässt sich endlos fortsetzen.

Wie wählt man seine Denkwerkzeuge aus? Anhand der Aufgabe.

Am besten, man wählt die Werkzeuge danach aus, wie gut sie zur Aufgabe passen. Und die wichtigsten Aufgaben im Unternehmen sind:

  • den Kunden verstehen,
  • die Leistungen steuern,
  • die Zusammenarbeit gestalten.

Entscheidend ist nicht, wie viele Methoden wir kennen. Es zählt, wie zielführend wir sie einsetzen. Weniger Werkzeuge sind also besser. So lässt sich konzentriert ihr Einsatz üben.

Das schöne Spiel mit den Denkwerkzeugen.

Um eine Beziehung zu den Denkwerkzeugen zu entwickeln, müssen wir ihren Einsatz üben. Wie oben gilt auch hier das Ziel, besser, leichter, schneller oder mit mehr Freude zu arbeiten. Der Haken an der Sache: Wachstum ist mit Veränderung verbunden. Wir können also sehr geübt darin sein, einen Hammer zu verwenden. Nur kann es leicht sein, dass sich unser Problem  mit der Zeit vom Nagel zur Schraube wandelt. Was wir deshalb brauchen, ist eine kontinuierliche Inventur der Denkwerkzeuge:

  • Wie gut verstehen wir, was unser Kunde will oder künftig wollen könnte?
    Auf welchem Weg bringen wir das wiederholbar in Erfahrung?
  • Wie tragen wir dieses Wissen durch die Organisation, so dass jeder der Protagonisten seine Entscheidungen danach ausrichten kann? Ich spreche von Vertrieb, Technik, Produktmanagement, und den anderen Vertretern der Fachbereiche.
  • Wie tragen wir Sorge dafür, dass jeder Beteiligte versteht, welche Auswirkungen sein Handeln auf die Leistungsqualität hat?
  • Wie bringen wir unsere eigenen Profitabilitäts- und Wachstumsziele damit in Einklang?
  • Wie sorgen wir dafür, dass das in jedem einzelnen Auftrag und in jedem einzelnen Projekt gewährleistet ist?

Es ist also nicht so wichtig, dass wir laufend alle Trends verfolgen. Vielmehr sollten wir das Spiel mit dem Denkwerkzeug beginnen. Wenn wir die Inventur regelmäßig durchführen, dann fällt es uns leicht, die folgende Frage zu beantworten: Bringt der neue Trend oder die Methode uns bei einer der Aufgaben oben vorwärts? Wenn ja, wie? Je klarer wir uns dieser Frage stellen, desto leichter fällt es uns, das herauszufinden. Spaß und Stolz auf das Ergebnis unserer Veränderungsarbeit kommen dann ganz von selbst.

Bild: © romantsubin – Fotolia


Dr. Torsten Herzberg. Unternehmensentwickler, Vorwärtsbringer, Org-Hacker.
Meine Auftraggeber - sie haben ein tolles Team und starke Ideen. Und sie haben größeres vor. Sie entwickeln neue Strategien, treiben Innovationen voran, ihr Unternehmen wächst. Dabei ist es vor allem die eigene Organisation und ihr Zusammenspiel, das ihnen im Wege steht. Gemeinsam überwinden wir diese Grenzen und heben das Team auf ein neues Leistungsniveau. Wir machen Ziele und Ideen umsetzbar, bereiten die Organisation auf Wachstum vor, und entwickeln notwendiges Know-how. Mit welchen Fragen sie noch zu mir kommen, erfahren Sie hier.


 

Autor: Dr. Torsten Herzberg · Datum: 22. Juni 2015
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